Mein Oktober 2020: Claimpremiere und (Industrie)Kultur

Schon wieder ein neuer Monat. Unglaublich. Wo ist der Oktober eigentlich geblieben? Gut, dass ich mir einen monatlichen Blog-Rückblick vorgenommen haben. Das hilft mir, etwas genauer auf die letzten Wochen zu blicken – und ihr bleibt ein wenig auf dem Laufenden. Denn auch wenn es sich nicht wirklich so anfühlt: Es ist doch eine ganze

Mein Oktober 2020: Claimpremiere und (Industrie)Kultur

Schon wieder ein neuer Monat. Unglaublich. Wo ist der Oktober eigentlich geblieben? Gut, dass ich mir einen monatlichen Blog-Rückblick vorgenommen haben. Das hilft mir, etwas genauer auf die letzten Wochen zu blicken – und ihr bleibt ein wenig auf dem Laufenden. Denn auch wenn es sich nicht wirklich so anfühlt: Es ist doch eine ganze Menge passiert.

Mein Claim

Ja, es gibt ihn mittlerweile. Meinen ersten Claim. Im September schien mir das noch ganz weit weg. Auch war ich gar nicht so sicher, ob ich das wirklich möchte. Oder brauche. Aber jetzt bin ich glücklich. Wir passen ganz gut zusammen, mein Claim und ich. Also, darf ich vorstellen: Wörter, die die Welt bedeuten. Mein Claim bringt zusammen, was für mich und meine Arbeit eine große Rolle spielt: das Schreiben und das Theater. Jetzt muss er „nur“ noch auf meiner neuen Webseite richtig zur Geltung kommen. Aber das ist ein anderes Thema. Und ein anderes Projekt. Für einen anderen Monatsrückblick. Wenn ihr aber mehr über meinen Claim und seine Bedeutung für mich lesen wollt. Hier gibt es einen eigenen Blogartikel dazu.

Zeche hoch Zwei

Ich lebe gerne im Ruhrgebiet. Und ich liebe es, meinen „Pott“ immer wieder neu für mich zu entdecken. In diesem Monat hat es mich gleich zwei Mal an ein- und denselben Ort geführt: zur Zeche Zollverein nach Essen. Da das UNESCO-Weltkulturerbe einer meiner Lieblingsspots im Ruhrgebiet ist, hat das einfach bestens gepasst. Insbesondere, weil ich Industriekultur mit Kultur verbinden konnte. Bei der lit.RUHR war ich dabei, als Cordula Stratmann und Edin Hasanovic gelesen und mit ihrem Programm „Mein Haus, dein Boot, dein Auto!“ den Neid seziert haben. Ein Abend, der unheimlich viel Spaß gemacht und auch zum Nachdenken angeregt hat.

Etwas später im Monat habe ich das Red Dot Design Museum auf Zollverein besucht. Denn auch in diesem Jahr war ich Teil der Redaktion des Red Dot Design Yearbook und des Yearbook Communication Design. Und in dem Designmuseum kann ich die einzelnen Produkte oder auch Illustrationen noch einmal in der außergewöhnlichen Industriekulisse auf mich wirken lassen. Aber auch so lohnt sich ein Besuch des Museums immer. Modernes Design in einem ehemaligen Kesselhaus – das hat schon was. Und wer dann noch mag, nimmt die knallorangene Rolltreppe hoch zum Ruhr Museum und erfährt eine Menge über den Pott und seine Geschichte. Dafür blieb mir diesmal keine Zeit. Aber einmal hoch und runter fahren, geht immer.

Songs for a new World

Zurück im Theater Dortmund. Endlich. Dort bin ich sonst ziemlich oft zu Gast. Aber Corona bringt nun mal alles durcheinander. Fast ein Jahr hat es seit meinem Besuch im Oktober 2019 gedauert, bis ich wieder im Saal der Oper Dortmund Platz nehmen konnte. Und angesichts der aktuellen Situation bin ich mir nicht sicher, wann das wieder möglich sein wird. Aber das ist ein anderes Thema. Schließlich geht es hier ja nicht um einen Ausblick, sondern um einen Rückblick. Und der Blick auf den Theaterabend lohnt sich. Nicht allein, weil das Stück „Songs for a new World“ einfach sehens- und hörenswert ist. Oder weil mich die Dortmunder Inszenierung begeistert hat, wie ihr auf Theaterliebe lesen könnt. Sondern auch, weil es einfach mal wieder so schön war, in einem Theater zu sitzen. Kunst live zu erleben.

Natürlich war es auch ganz anders als sonst, anders als vor Corona. Mit viel mehr Abstand. Mit viel weniger Menschen im Saal. Aber ich habe mich sicher gefühlt. Sicherer als bei so manchem Einkauf im Supermarkt. Darum hoffe ich, dass die Theater Ende November wieder öffnen und die Bühnen wieder bespielt werden dürfen. Die Voraussetzungen dafür haben Verantwortliche in zahlreichen Theatern und Kulturzentren in ganz Deutschland geschaffen – mit unterschiedlichen Hygienekonzepten und Sicherheitsmaßnahmen auf, vor und hinter der Bühne. Jetzt müssen diese auch zum Einsatz kommen können. Damit es nicht für immer still und leer bleibt in Theatern. Wer sich über die Situation der Kultur- und Veranstaltungsbranche informieren möchte findet hier einige Informationen: www.alarmstuferot.org und www.ohnekunstundkulturwirdsstill.de