Faszination Theater: Warum ich über die Bühnenwelt schreibe

Radfahren. Zirkeltraining. Lesen. Das sind meine Standard-Antworten auf die Frage nach meinen Hobbys. Wenn man aber wissen möchte, welches EINE Hobby mich ausmacht, ist die Sache ganz klar: Theater. Ich bin begeisterte Theaterbesucherin mit besonders viel Spaß an Musicals. Ich liebe die Bühne. Nicht, wenn ich selber darauf stehe. Aber ich mag es, dabei zu sein. Als

Faszination Theater: Warum ich über die Bühnenwelt schreibe

Radfahren. Zirkeltraining. Lesen. Das sind meine Standard-Antworten auf die Frage nach meinen Hobbys. Wenn man aber wissen möchte, welches EINE Hobby mich ausmacht, ist die Sache ganz klar: Theater. Ich bin begeisterte Theaterbesucherin mit besonders viel Spaß an Musicals. Ich liebe die Bühne. Nicht, wenn ich selber darauf stehe. Aber ich mag es, dabei zu sein. Als Zuschauerin vor der Bühne. Oder auch dahinter, um über eine Produktion zu berichten, Proben zu begleiten, Darsteller:innen zu interviewen. So oder so – Theater fasziniert mich. Und das schon immer.

Schreiben über die Bühnenwelt

Auch während meines Studiums hat mich die Begeisterung für das Theater nie ganz losgelassen. Ich habe Germanistik und Theaterwissenschaft in Bochum studiert und zu der Zeit auch Praktika in der Dramaturgie des Hagener Stadttheaters und der Oper Bonn absolviert. Entschieden habe ich mich dann schließlich für meinen Beruf als Journalistin. Heute ist das Theater und sind Musicals auch mein „Hobby“. Schreiben ist mein Beruf. Beides miteinander zu verbinden, macht mir besonders viel Spaß. Nicht ohne Grund sind Rezensionen einer meiner beruflichen Schwerpunkte. Nicht umsonst lautet mein Claim „Wörter, die die Welt bedeuten“. Denn in meinem Blog „Theaterliebe“ schreibe ich über das, was auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“ geschieht. Ich fasse Theater in Worte und versuche, Menschen mitzunehmen in diese Bühnenwelt, die mich so begeistert. Ihnen Theater nahezubringen. Von Premieren zu berichten. Stücke und die Menschen auf und hinter der Bühne vorzustellen.

Ich fasse Theater in Worte und versuche, Menschen mitzunehmen in diese Bühnenwelt, die mich so begeistert. Foto: designparaplus

Theatererlebnisse von klein auf

Meine Begeisterung für das Theater habe ich meiner Mutter zu verdanken. Sie hat das Theater geliebt. Und sie ist oft mit mir ins Theater gegangen. Immer und immer wieder. Als ich Kind war, gab es natürlich das traditionelle Weihnachtsstück im Stadttheater. Dann das erste Kinderabo, mit dem wir Tourneestücke im nahe gelegenen Saalbau anschauten. Unzählige Aufführungen der Schultheater-AG, die meine Mutter geleitet hat. Und auch mit mir und den Nachbarskindern hat sie Theaterstücke einstudiert, die wir bei großen Festen aufgeführt haben. Dann war da mein erster Opernbesuch im Alter von zwölf. „Der fliegende Holländer“ von Wagner in einer sehr, sehr langen und – wie ich damals fand – extrem langweiligen Inszenierung. Meine Mutter dachte damals: Das war’s . Das Kind geht nie wieder ins Theater. Bin ich aber doch. Nur Opern habe ich mir seitdem nicht mehr allzu oft angesehen.

Freie Mitarbeiterin in der Kulturredaktion

Operetten? Ja. Dramen? Jede Menge. Und natürlich immer wieder Musicals. Seitdem ich  das erste Mal „My Fair Lady“ gesehen habe, bin ich begeisterte Musical-Gängerin. Ich sah „Hello, Dolly“. „Der kleine Horrorladen“. Dann „Starlight Express“. Mit 15 Jahren „Hair“. Und von da an alles, was ich an Musicals bei uns und in der Umgebung sehen konnte. Ungefähr zur gleichen Zeit begann ich mein Praktikum bei der Tageszeitung – und meine Leidenschaft fürs Theater und mein späterer Beruf als Journalistin wurden miteinander verbunden.

Auf dem Weg zur Kulturjournalistin

Als freie Mitarbeitern begann ich, für das Feuilleton zu schreiben. Ich ging zu Kabarett-Veranstaltungen, rezensierte Schauspiel-Premieren und Gastspiele, begleitete die Entstehung eines lokalen Musicals von der ersten Probe bis zur Premiere oder berichtete über „Tage der offenen Tür“ an Theatern. So habe ich viel gelernt. Über das Theater. Über die Menschen und Arbeitsweisen dort. Und über mich. Denn mir war klar: Ich möchte beruflich mit Theater zu tun haben. Als ich mich an der Ruhr-Uni Bochum für Theaterwissenschaft einschrieb, war das Feuilleton mein Ziel. Ich wollte Kulturjournalistin werden.

Mit Theaterliebe habe ich mir das Theater zurück in meinen Joballtag geholt – und das möchte ich in Zukunft noch weiter ausbauen. Foto: designparaplus

Theaterliebe: Mein Hobby im Berufsalltag

Nun, das bin ich nicht geworden. Zumindest nicht ausschließlich. Ich bin Journalistin. Und ich schreibe auch über Kultur. Über Theater. Vor allem natürlich über Musicals. Seit Beginn meiner Selbstständigkeit gehören Rezensionen und Berichte zu meinem Beruf. Mein Hobby waren sie all die Zeit hindurch. Doch mit Theaterliebe habe ich mir das Theater zurück in meinen Joballtag geholt – und das möchte ich in Zukunft noch weiter ausbauen.

Theater während Corona

Wie wichtig mir Kultur und Theater sind,  ist mir in den letzten anderthalb Jahren noch einmal ganz deutlich vor Augen geführt worden. Die geschlossenen Theater, leeren Bühnen und Zuschauersäle während der Corona-Pandemie und die Konsequenzen für all diejenigen, die Theater machen und leben, haben mich betroffen gemacht. Und mein erster Theaterbesuch während der Pandemie hat mich wirklich berührt. Ich habe gespürt, wie sehr ich das alles vermisst habe. Dass ein gemeinsames Erlebnis im Theater einmalig und durch kein Streaming der Welt zu ersetzen ist. Ich freue mich, dass jetzt Stück für Stück immer mehr Theaterpremieren gefeiert werden (können). Und ich hoffe, dass es auch so bleibt. Für all die tollen Produktionen, die in den Startlöchern stehen. Für die Menschen, auf und hinter der Bühne. Für die im Zuschauersaal. Und auch, damit Theater im Allgemeinen und Musicals im Besonderen wieder fester Bestandteil meines Alltags werden – beruflich und privat.