Claim frei: Wörter, die die Welt bedeuten

Auf Premieren bin ich beruflich ja immer wieder mal. Aber jetzt feiere ich selbst eine kleine Premiere. Meine Claim-Premiere. Nach vier Jahren als selbstständige Journalistin und Texterin hab ich ihn, den Claim, der zu mir und meiner Arbeit passt: Wörter, die die Welt bedeuten. Einen Claim? Für mich? Haben so etwas nicht nur die großen

Claim frei: Wörter, die die Welt bedeuten

Auf Premieren bin ich beruflich ja immer wieder mal. Aber jetzt feiere ich selbst eine kleine Premiere. Meine Claim-Premiere. Nach vier Jahren als selbstständige Journalistin und Texterin hab ich ihn, den Claim, der zu mir und meiner Arbeit passt: Wörter, die die Welt bedeuten.

Einen Claim? Für mich? Haben so etwas nicht nur die großen Marken? Und macht das für mich überhaupt Sinn? Wie ihr lest: Einen eigenen Claim hatte ich nicht wirklich geplant. Aber jetzt fühlt es sich gut an. Warum? Weil er in nur fünf Worten wiedergibt, was für mich eine große Rolle spielt. Persönlich. Und bei meiner Arbeit.

Von Beruf und Berufung

Da sind zum einen die Wörter. Schreiben, texten, Worte finden: Das ist mein Beruf. Aber irgendwie ist es ein bisschen auch meine Berufung. Ich weiß. Das klingt meist sehr hochgestochen und auch etwas bedeutungsschwer. Aber ich habe schon immer viel geschrieben und noch mehr gelesen. Als Kind war ich die mit dem Buch vor der Nase – am Tisch, auf der Couch, auf dem Schulweg. Es gibt Tagebücher, Notizbücher, Poesieversuche aus der Zeit. Meine Aufsatzarbeiten haben Seite um Seite gefüllt. Mein erstes Manuskript für ein Buch habe ich als Jugendliche verfasst. Es liegt noch heute in einer Schublade (da wird es aber auch bleiben).

 

Von Zeitungszeiten und Storytelling

Mit 15 habe ich dann zum ersten Mal für die Zeitung geschrieben und mein Berufswunsch stand fest. Seitdem war ich als freie Mitarbeiterin für die Lokalzeitung unterwegs. Die Theorie meines Berufs habe ich später gelernt. Die Praxis schon damals vor Ort: bei Schützenfesten, Schulfeiern und Sportvereinen, aber auch in Ratssitzungen und Kulturzentren. Da habe ich erkannt: Sie sind überall, die Geschichten, die es wert sind, erzählt zu werden. Man muss sie nur sehen, verstehen und in die richtigen Worte fassen. Das mache ich seitdem. Ich erzähle Geschichten. Immer wieder neu und immer wieder anders. Vielleicht ist Schreiben nicht meine Berufung. Aber es ist mehr als mein Beruf. Es ist eine Herzenssache. Es ist, was ich kann und was mich auch ausmacht – einfach ein bedeutender Teil meiner Welt.

Von Theaterliebe und Theaterwissenschaft

Dann ist da noch die Bühne. Das Wortspiel meines Claims kommt nicht von ungefähr: Auch das Theater begleitet mich schon immer. Da war das klassische Kinderabo. Der erste Opernbesuch mit zwölf Jahren (Wagner. Meine Mutter dachte, ich betrete nie wieder einen Theatersaal. Sie hat sich zum Glück geirrt).  Das Studium der Theaterwissenschaft. Da waren zahlreiche Rezensionen von Theaterpremieren für die Zeitung. Praktika in Dramaturgie und Presseabteilungen. Und es gab ein Ziel: Über Theater schreiben. Am liebsten als Kulturredakteurin.

Von Bühnenbrettern und Bühnenmomenten

Gut. Das ist es jetzt nicht geworden. Aber ich schreibe über Theater und die, die Theater (aus-)machen. In Rezensionen. Interviews. Reportagen. Berichten. Aus dem Zuschauersaal. Oder hinter den Kulissen. Das Geschehen auf und hinter der Bühne zu begleiten, in Worte zu kleiden, zu beleuchten, festzuhalten und damit andere für die Bühnenwelt zu begeistern – das ist meine Welt. Nur auf der Bühne, im Scheinwerferlicht fühl´ ich mich fehl am Platz. Was für Bühnenmenschen die Bretter, sind für mich eben die Wörter. Und mit denen erzähle ich Geschichten – gerne auch vom und für das Theater.

Das ist sie, die Geschichte hinter meinem Claim und seiner Bedeutung für mich. Und vielleicht schaut ihr ja ab und an hier auf meinem Blog, bei Instagram oder auf Theaterliebe vorbei. Für ein paar mehr Einblicke und Eindrücke von mir und meiner Arbeit rund um Redaktion, Rezensionen und Storytelling. Denn die Geschichten gehen ja weiter…