5 Jahre tencate: Erstes Jubiläum als Freiberuflerin

Es gibt etwas zu feiern – auch wenn ich selbst es gar nicht wirklich auf dem Schirm hatte: Seit fünf Jahren bin ich mit tencate. selbstständig. Ein kleines Jubiläum, das völlig unbemerkt an mir vorbeigerauscht wäre, hätte ich nicht vor ein paar Tagen eine Nachricht von LinkedIn in meinem Postfach gehabt. Einer meiner Kontakte gratulierte

5 Jahre tencate: Erstes Jubiläum als Freiberuflerin

Es gibt etwas zu feiern – auch wenn ich selbst es gar nicht wirklich auf dem Schirm hatte: Seit fünf Jahren bin ich mit tencate. selbstständig. Ein kleines Jubiläum, das völlig unbemerkt an mir vorbeigerauscht wäre, hätte ich nicht vor ein paar Tagen eine Nachricht von LinkedIn in meinem Postfach gehabt. Einer meiner Kontakte gratulierte mir mit herzlichen Worten zum Firmenjubiläum.

Jubiläum mit Überraschungseffekt

Jubiläum? Ich war etwas perplex, prüfte noch einmal Gründungs- und Jahresdaten und musste feststellen: Es stimmt. Es sind bereits fünf Jahre. Seit 2016 bin ich meine eigene Chefin und arbeite als freie Journalistin und Texterin. Ich schreibe für Zeitungen und Zeitschriften. Unterstütze Unternehmen und Institutionen bei ihrer PR- und Pressearbeit. Texte für Webseiten, Newsletter oder Broschüren. Berichte aus Theatern und über Theater. Und ich blogge. Seit kurzem dann auch gleich doppelt – auf Theaterliebe.com und hier. Und jetzt, wo das halbe Jahrzehnt Selbstständigkeit dann auch von mir registriert wurde, bekommt es auch einen eigenen Artikel.

 

Existenzgründung als Notlösung?

Den hat es auch verdient. Wirklich. Schließlich hatte ich nie vor, mich selbstständig zu machen. Eigentlich war die Existenzgründung als freie Journalistin nur eine Notlösung. Denn bis zu dem Zeitpunkt habe ich gerne im Angestelltenverhältnis gearbeitet. Erst als Redakteurin bei einer Tageszeitung. Dann als PR-Beraterin und -Redakteurin in Agenturen. Später als PR- und Pressereferentin auf Unternehmensseite. Ich hatte vielseitige Projekte und zunehmend die Projektverantwortung, tolle Kolleginnen und Kollegen, ein festes Einkommen, ausreichend viele Urlaubstage und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Von Zeitdruck und verpassten Zügen

Aber ich hatte auch: zwei Kinder im Grundschulalter, ständigen Zeitdruck, tägliche Sprints zur U-Bahn und dennoch verpasste Züge, einen Teilzeitjob, der keiner war, Firmenanrufe auch nach Ablauf der täglichen Arbeitszeit, ein fragil aufeinander abgestimmtes Betreuungsnetzwerk. Als mein Mann dann für mehr als ein Jahr beruflich ins Ausland musste, brach das Konstrukt langsam aber sicher zusammen. Ich kam an den Punkt, an dem ich merkte, dass ich niemandem mehr gerecht werden konnte. Nicht meinen Kindern, nicht meinem Beruf und auch nicht mir selbst.

Weniger Sicherheit, mehr Flexibilität

Es musste sich etwas ändern. Ich musste etwas ändern. Und was mir zuvor als völlig abwegig erschienen war, wurde für mich zum richtigen Weg. Ich machte mich selbstständig. Ein Schritt, den ich immer wieder gehen würde. Trotz mehr Arbeitsaufwand, weniger Urlaub und – ja – mehr Verantwortung. Aber auch mit flexibel einzuteilenden Arbeitszeiten, enormer Entscheidungsfreiheit und selbstverständlicher Homeoffice-Option. In meiner damaligen Lebenssituation waren das entscheidende Kriterien.

 Kundentreue und Projektvielfalt

Und das sind sie noch. Aber in den vergangenen fünf Jahren sind weitere hinzugekommen. Ich habe mir einen treuen Kundenstamm aufgebaut. Von Beginn an haben mich auch Menschen aus meinem früheren Arbeitsumfeld unterstützt, begleitet und beauftragt – nur so konnte mein Start so gut gelingen. Meine Arbeit ist noch vielfältiger geworden, denn ich schreibe nicht mehr „nur“ für ein Unternehmen. Nicht mehr „nur“ für eine Zeitung. Oder zu einem einzigen Themenfeld. An einem Tag ist meine journalistische Expertise gefragt. An einem anderen steht PR-Arbeit für ein Unternehmen im Mittelpunkt. Und tags darauf geht es vielleicht um einen Blog, der für einen Kunden aufgebaut werden soll. Diese Vielfalt und die damit verbundenen Herausforderungen mag ich sehr.

 

Best of: 5 Jahre tencate.

Wenn ich zurückdenke, ist in den letzten fünf Jahren so einiges passiert,  was ich zu Beginn meiner Selbstständigkeit nicht geplant hatte oder womit ich nicht gerechnet hätte:

  • Ich habe kontinuierlich neue Kundinnen und Kunden gewinnen können und bin dankbar für das Vertrauen, das mir von ihnen entgegengebracht wird.
  • Ich habe bei Weiterbildungen zur Digital Crossmedia Journalistin und Social Media Managerin nicht nur viel gelernt, sondern auch tolle Kolleginnen getroffen, mit denen ich noch heute vernetzt bin.
  • Ich bin Redaktionsmitglied der Red Dot Design Jahrbücher und freue mich, Jahr für Jahr Teil dieses  Projekts zu sein und ausgezeichnetes Design in klare Worte zu fassen.
  • Ich habe meinen Weg zurück zu meinen journalistischen Wurzeln gefunden und schreibe auf meinem eigenen Blog über Theater und Musicals (ursprünglich wollte ich fürs Feuilleton arbeiten).
  • Ich habe unheimlich viel über Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Industrie 4.0 in mittelständischen Unternehmen gelernt – dank einer engen Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten in ganz NRW.
  • Ich habe einen Workshop zu Corporate Blogs vor Studierenden in Granada (Spanien) gehalten
  • Ich habe einen eigenen Blog auf tencate. und das Ziel, in diesem Jahr 52 Texte auf diesem zu veröffentlichen.

Was mir fehlt…

Natürlich gibt es auch Dinge, die ich nach fünf Jahren als eigene Chefin vermisse. Mir fehlt der tägliche Austausch mit Kolleg:innen zu Texten und Themen. Auch bin ich dem Homeoffice überdrüssig geworden: Nach vier – durch Corona fast fünf – Jahren mit Arbeitszimmer im Haus stand ich kurz vor einem Camp-Koller und bin glücklich über mein eigenes Büro einige Kilometer von Zuhause entfernt. Auch ein Urlaub ohne Laptop und Blick in die Mails fehlt mir. Ich war sowieso schon immer schlecht im Abschalten – besser geworden ist das durch meine Selbstständigkeit nicht. Und manchmal sehne ich mich sogar wieder nach fest vorgegebenen Arbeitszeiten.

Was ich plane…

Aber all das ist selten von langer Dauer. Ich habe meine Arbeit als selbstständige Journalistin und Texterin in den letzten fünf Jahren schätzen gelernt. Ich habe mir etwas aufgebaut, das ich nicht so einfach aufgeben könnte und in diesem Jahr ja auch ausbauen möchte (mehr zu meinen Plänen lest ihr hier). Irgendwie passend, dass ich mich und tencate. im Jubiläumsjahr neu aufstellen möchte. Mit neuem Logo, Webseiten-Relaunch und neuer Domain. Denn soviel kann ich schon verraten: Nach fünf Jahren werde ich mich von tencate-texte.de verabschieden und auf corinnatencate.de weitermachen – mindestens die nächsten fünf Jahre. Wann es soweit sein wird, erfahrt ihr natürlich hier.